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Dann geht der Meister ans Werk

von Steffen Moeller, Juli 2015 für die Stadtteilzeitung Dresden Neustadt

Es sind spannende Sachen, die über den Bildschirm von Dirk Müller laufen. Lange Zeit hat der Karikaturist darauf hingearbeitet, sein Hobby zum Beruf zu machen. Inzwischen kann er von dem, was er tut, gut leben und das Beste ist: Der Markt boomt! Müller bewegt sich irgendwo im Grenzbereich zwischen Kunst und Kommerz, wobei er in seinem Innern dann vielleicht doch mehr der Kunst zugeneigt ist, natürlich ohne dem Kommerz ganz zu entsagen. Das geht auch gar nicht anders, denn jeder Künstler muss auch essen.

Müller hat schon in seiner Kindheit gezeichnet. Bevor die zeichnerische Begabung zur Profession werden konnte, galt es, einen langen Weg zurückzulegen. Der heute 47-jährige lernte zunächst Kommunikationselektroniker, absolvierte ein Fernstudium, um schließlich als angestellter Webdesigner zu arbeiten. Die Liebe zur Karikatur verließ ihn nie. Seit Januar 2014 ist das Hobby Vollerwerb. Müllers Spezialität sind Porträts für jede Gelegenheit, sein Markenzeichen die Figuren mit der markanten Knollennase, wie man sie so ähnlich aus dem Mosaik kennt.

Die Knollennase als motivübergreifendes Sujet und Alleinstellungsmerkmal, dazu kommt ein umfangreicher Service. "Ich bin Tag und Nacht telefonisch erreichbar. Wer kurze Elle hat, Porträts für Hochzeiten, Geburtstage oder Abschiedsfeiern braucht, muss nur zum Hörer greifen und ist bei mir genau an der richtigen Adresse", sagt Müller. Als Grundlage genügt dem Zeichner ein Foto oder auch eine detaillierte Bildbeschreibung. Dann geht der Meister ans Werk.

Das Ergebnis wird per E-Mail an den Auftraggeber übermittelt. Die reale Zeichnung kommt zum Schluss mit der Post.

Die zweite große Passion des Dirk M. sind Wappen, Wappen aller Art. Er hat sich richtig reingekniet in die Thematik, ist inzwischen ein Spezialist. "Ich habe im Laufe der Jahre Marken aufgebaut, Wappen nach strengen heraldischen Regeln entwickelt. Familie, Herkunft, Tradition, selbst die Berufe, die ausgeübt wurden und werden, sollen ablesbar sein", erzählt er.

Häufig sind es Impulse von außen, die einen regelrechten Nachfrageboom auslösen. Zum Beispiel als sich das TV-Millionärspaar Carmen und Robäärt Geiss 2014 ein Wappen anfertigen ließen. Danach waren die Auftragsbücher voll, erinnert sich Dirk Müller. Das zweite Nachfragehoch folgte, als Wappen bei der Einrichtungsshow "Einsatz in vier Wänden" an prominenter Stelle zum Thema wurden.

Es würde zu weit führen, alle Aktivitäten des in der Neustadt lebenden Unternehmers mit dem kunstsinnigen Kern unter die Lupe zu nehmen und in den Fokus zu stellen. Dirk Müller sagt. "Meine Welt ist das Internet!" was er damit meint, dem muss man nachspüren. Den Spagat zwischen der virtuellen und der realen Welt meistert er auf alle Fälle. Egal ob Briefmarkendesign oder Kopfkissen - das Müller-Logo ist omnipräsent.





Witziges auf Bestellung
Dirk Müller zeichnet Karikaturen nach den Vorstellungen seiner Kunden

von Kai Suhr für die Online Ausgabe der Sächsischen Zeitung,
Mai 2003

Dirk Müller sitzt rauchend am Arbeitstisch bei einer Tasse Kaffee und arbeitet vertieft. Mit wenigen prägnanten Strichen entsteht in kurzer Zeit ein knollnasiges Gesicht. Schmunzelnd skizziert er ein Internetcafe und seine Besucher. Die Computerwelt und menschliches Zusammenleben ist eines seiner bevorzugten Themen.

Eigentlich ist Müller gelernter Elektroniker. Zu DDR - Zeiten schweißte er für Robotron Leiterplatten zusammen. Als dann die Wende kam, sah der 34-jährige die Chance, sein Hobby zum Beruf zu machen. Nach einem Fernstudium "Grafik-Design", zwei Computergrafik-Lehrgängen und autodidaktischem Lernen arbeitete er zunächst als Webdesigner.

"Aber von meinem Traum, auch künstlerisch zu arbeiten, war ich noch immer weit entfernt. In meiner Freizeit saß ich an manchen Sommerabenden im Dresdner Altstadtviertel und zeichnete das Schloss mit der Hofkirche für vorbeikommende Touristen. Da arbeitete ich mitunter zwei Stunden mit dem Bleistift an einem Bild. Ich wollte alles sehr genau zeichnen, bin halt ein Perfektionist," meint Müller mit einem schüchternen Lächeln.

Leben konnte er davon nicht. "Karikaturen und Grafiken sind ein schon lange betriebenes Hobby von mir. Und wer träumt nicht davon, mit seiner Lieblingstätigkeit Geld zu verdienen? Ich habe dann versucht, das Internet mit der Kunst zu vereinen," erklärt Müller. Seit zwei Jahren entwirft er für Firmenanlässe und Privatleute. Seine Kunden findet er hauptsächlich übers Internet. Seine Website ist in mehreren Suchmaschinen eingetragen. "Meine Aufträge kommen auch aus Italien, der Schweiz und Österreich."

Die Szenen für seine Internetaufträge stammen immer aus dem Erleben seiner Kunden. So schaut zum Beispiel eine junge Frau statt aus dem Fenster ins Internet, um sich ein Bild vom Wetter zu machen. "Meine Kunden schicken mir Fotos und schildern die Situation. Im Laufe eines Tages zeichne ich die Karikatur von Hand. Dann scanne ich meine Arbeit ein und versende sie per Mail. Der Kunde kann dann noch Veränderungswünsche äußern. Die Originale schicke ich ihm mit der Post zu", schildert Müller. Zusätzlich entwirft er auch Maskottchen für Firmen und Werbeblätter.

Noch ist der Karikaturenservice am Anfang. Mit zwei bis acht Aufträgen im Monat steckt er in den Kinderschuhen. "Mein Ziel ist es, ihn auszubauen, um allein von meiner Kreativität leben zu können", so Müller.




Effektive Sache
Eine Stunde, alles fertig: Karikaturenzeichner Dirk Müller

von Steffi Mitscherling, "Neustadt- Zeitung", Nov 2002

"Ich bin Profi-Gast", sagt Dirk Müller eher beiläufig, und man weiß nicht recht, was man von solch einem Satz halten soll. Ein fragender Blick, und die Erklärung wird nachgeliefert. "Ich sehe harmlos aus, aber ich sehe alles." Zum Beispiel, wenn der Kellner Kaffeesahne mit Wasser verdünnt, mit Kaffee aufgießt und das ganze dann als Milchkaffee serviert. "Das ist doch kein Milchkaffee, oder?"

Nun, man selbst hätte es vielleicht durchgehen lassen, aber was will man sagen gegen einen Profi-Gast? Dabei ist Dirk Müller kein Restaurantkritiker. Sondern Karikaturenzeichner.

Als solcher beobachtet er solche Sachen sozusagen dienstlich, denn die witzigsten Ideen liefert immer noch das Leben selbst. Wobei die Sache mit dem Milchkaffee weniger witzig als ärgerlich ist, aber immerhin liefert sie einen Beweis für Müllers Beobachtungsgabe.

Zwei Stunden pro Tag sind es schon, die Dirk Müller so im Cafe zubringt, wobei er die Lokalität zwischendurch auch manchmal wechselt. Wo die interessantesten Leute zu finden sind? - Das könne man so nicht sagen. Im Ole sitze er oft, aber manchmal nur in der Kneipe um die Ecke. Außerdem gehe es nicht nur um die Ideen, sondern auch um die Kommunikation. "Als Ausgleich, weil ich viel am Computer sitze."

Karikaturen und Computer? Ja, er sei nicht der typische Künstler. "Die haben ja normalerweise wenig mit virtuellen Sachen am Hut, sondern wollen alles anfassen können. "Dass Dirk Müller da keine Berührungsängste hat, hängt mit den Leiterplatten zusammen. Die hat er früher als Facharbeiter für Elektronik bei Robotron gelötet, und das war ganz offenbar nicht so spannend, als dass er den Leiterplatten für den Rest seines Lebens treu geblieben wäre. "Aber dadurch ist mir diese Welt sehr vertraut." Und gleichzeitig kam da der Wunsch, nochmal "was mit Grafik" zu machen. Dass es nun gerade Karikaturen geworden sind, hat sich so ergeben. Zum einen haben ihn seine Bekannten darauf gebracht. Die fanden seine spontanen Situationszeichnungen originell und meinten, da solle er "was draus machen." Zum anderen sind Karikaturen eine ziemlich effektive Sache. "Aufwand und Nutzen müssen im richtigen Verhältnis stehen", nennt Dirk Müller das. Er ist keiner, der tagelang und länger an seinen Werken feilt. Eine Stunde, dann ist alles fertig. Auch der Effektivität wegen ist er von Wasserfarben auf Wachsstifte umgestiegen. "Das geht schneller." Außerdem sieht Wachsstift auf dem Bildschirm besser aus, und das ist auch wichtig, denn viele Karikaturen stellt der Zeichner auch ins Netz. In der virtuellen Galerie verkehren Hausnachbarn ausschließlich per eMail, schlagen sich seine Protagonisten mit Ihrem Single-Dasein herum oder mit peinlichen Situationen beim ersten Kennenlernen. Wie im richtigen Leben eben.

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