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Wie die Kunstwelt die Cartoons entdeckt - internationale Karikaturmuseen im Überblick

Gegenwärtig entdeckt die Kunstwelt Cartoons und Graphic Novel für sich. Mit einer gerade eröffneten Ausstellung unter dem Titel "Die neunte Kunst" holt man sich so in Oldenburg besondere Kostbarkeiten der graphischen Unterhaltungskunst in den Museumsbereich. Auf internationaler Ebene sind viele Kulturinstitutionen schon weiter. Außerhalb des deutschsprachigen Bereichs sind Unterhaltungskunst und ernste Kunst nicht so streng voneinander geschieden. Hier gibt es oft eigene Museen zu Cartoons und Karikaturen. Wir geben einen Überblick über einige der wichtigsten Institutionen in diesem Bereich.


London hat sein eigenes Cartoon Museum


Vor bereits 10 Jahren hat man in London ein eigenes Museum für Cartoons und Karikaturen aus Großbritannien eröffnet. Das Cartoon Museum ist einzigartig breit aufgestellt. Es verfügt über Tausende von Exponaten und führt zudem eine Bibliothek mit gut 5000 Büchern. Dabei hält es Materialien von der einfachen Karikatur bis hin zum animierten Film bereit und wird sowohl für Ausstellungen als auch als Archiv genutzt. Das Museum zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass es die ästhetischen Qualitäten von Karikaturen hervorhebt und in immer neuen Ausstellungen vermittelt. Auch ausführliche Vermittlungsangebote für Kinder und Schulklassen bietet die Institution an. Mit ihnen wird gerade Kindern, die bislang keinen großen Zugang zum Museum haben, ein interessantes Angebot gemacht. Die Schulen der Region greifen dieses Angebot gerne auf und statten dem Museum auch mit jungen Schülern gerne einen Besuch ab.


Kalifornien hebt den künstlerischen Anspruch von Cartoons hervor

Bereits seit 1984 gibt es das Cartoon Art Museum in San Francisco. Neben Karikaturen hat es sich um das Werk von Charles Schulz, dem Zeichner von Charlie Brown und Snoopy, verdient gemacht. Die Cartoons gehören weit über den Bundesstaat Kalifornien hinaus zur US-amerikanischen Nationalkultur. Ein weiteres Markenzeichen der dort ausgestellten Comiclandschaft sind die Karikaturen und Cartoons, die für Zeitungen hergestellt wurden. Sie haben ihren eigenen Witz und wurden nicht nur von einer einzelnen Zielgruppe, sondern von besonders vielen Menschen rezipiert. Auch der Animations- und Trickfilm wurde in seiner Gründungszeit für politische Zwecke eingesetzt. Walt Disney produzierte etwa zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs Filme, in denen das Nazi-Regime gezielt karikiert wurde. Karikaturen und Cartoons leisteten so ihren eigenen Beitrag in der politischen Auseinandersetzung gegen den Faschismus. Aber auch als Kunstmedium wurden die Karikatur und der Cartoon verschiedentlich eingesetzt. Das Museum verfügt hier über ein reiches Archiv, das Materialien aus ganz unterschiedlichen Jahrzehnten versammelt und vergleichbar macht. Sowohl seine Bilder wie auch Animationsfilme werden für Forschungszwecke immer wieder gerne in Anspruch genommen.


Das ToonSeum in Pittsburgh fördert Karikaturen und Kunst aus der Region

Bei Pittsburgh in Pennsylvania wurde 2007 ebenfalls eine eigene Museumsinstitution für Karikaturen und Cartoons gewidmet. Das ToonSeum gibt seinen Besuchern Einblicke in Werke aus Pittsburgh. Von 2009 an etablierte das Museum auch einen eigenen Preis für exzellente Kunst in der Karikatur und im Comic und engagierte sich 2013 mit der Ausrichtung einer großen Konferenzveranstaltung. Die Institution macht eine Entwicklung deutlich, die sich in den letzten Jahren in vielen Ländern beobachten lässt: Karikaturen und Comics wandern mehr und mehr auch in den musealen Raum ein. Während sie früher eher in Massenmedien konsumiert wurden, werden sie heute ganz bewusst auch als Kunstprodukt wahrgenommen. Als solche will sie das ToonSeum auch verstanden wissen. Mit der Ausschreibung eines eigenen Preises und der Unterstützung einer wissenschaftlichen Debatte sorgt man für eine ganz neue Wahrnehmung von Karikaturen. Die verdienstvolle Arbeit der Institution wurde anerkannt und zuletzt durch eine Vergrößerung des Museums honoriert.


Tel Aviv zeigt politische wie auch Populärkultur


Auch Israel hat eine Spezialität für Freunde von Karikaturen und Cartoons zu bieten. Das Israelische Cartoon Museum in Tel Aviv bietet ein reichhaltiges Archiv politischer Karikaturen wie auch populärkultureller Materialien. Mit seiner reichen Szene an zeitgenössischen Künstlern und einer lebhaften politischen Debatte bietet das Museum nicht nur Bewohnern des Landes einen wunderbaren Einblick. Auch von vielen Touristen und Forschern wird es immer wieder gerne aufgesucht. Sowohl die Dauerausstellung wie auch die wechselnden Ausstellungen versammeln Zeugnisse einer lebhaften politischen Debatte, die immer schon die Grundvoraussetzung für die Produktion von Karikaturen war. Die Wechselausstellungen knöpfen sich hier immer wieder neue Themen vor und schöpfen aus einem reichhaltigen Archiv des Museums wie aus der weltweiten Zusammenarbeit mit vielen Zeichnern und zeitgenössischen Künstlern. Wer sich für Karikaturen interessiert und in der Region unterwegs ist, sollte sich einen Besuch dieser besonderen Institution nicht entgehen lassen.




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